hauter.de

Weblog über: Internet, Hardware, Software und Smartphones.

WLAN-Router optimal aufstellen und einstellen

| 1 Kommentar

Da nun in Windsberg, realisiert durch die Fa. TEGRO, endlich schnelles Internet verfügbar ist, hier einige Tipps zum Aufstellen und Einstellen des WLAN-Routers.
Hersteller von WLAN-Routern versprechen große Reichweiten und schnelle Verbindungen. Kabellose Freiheit im Haus und rund darum.

So sollte der WLAN-Router nicht aufgestellt werden

So sollte der WLAN-Router nicht aufgestellt werden

In der Realität sieht das oft ganz anders aus! Viele Probleme mit langsamer Verbindung, Verbindungsabbrüche oder geringe Reichweite sind hausgemacht. Schlechter Standort des Routers oder nicht optimale Einstellungen des Gerätes. Auch die Sicherheit der kabellosen Verbindung wird oft vernachlässigt. Hier einige Tipps wie ein WLAN-Router aufgestellt und eingerichtet werden sollte, damit diese o.g. Probleme nicht auftreten:

  • Standort des WLAN-Routers: Das Gerät sollte nicht in der Nähe von schnurlosen Telefonen (bzw. deren Basis-Station), Bluetooth-Geräten, Mikrowellen, Computern, TV-Geräten aufgestellt werden. Ganz allgemein: WLAN-Router möglichst weit weg von elektrischen Geräten und Stromleitungen aufstellen. Gipskartonplatten, feuchte Wände und amierte Betonwände sind ebenfalls „Gift“ für die Reichweite des Routers.
    Der beste Standort für den Router ist meist in der Mitte des Hauses. Bei einem Gebäude mit Untergeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss also das Obergeschoss. So müssen die Funksignale um zum UG bzw. DG zu gelangen nur eine Decke durchdringen. Auch ist durch den hohen Standort meist auch eine weite Reichweite ausserhalb des Hauses (in den Garten) gewährleistet. Der Router sollte dann knapp unterhalb der Decke angebracht werden. Das ist zwar nicht unbeding schön. Sorgt aber dafür, dass die Funkwellen nur Wände durchdringen müssen und nicht auch noch Möbel den Funksignalen im Weg sind. Also auf keinen Fall das Teil in einen Schrank stellen oder unter einem Tisch anbringen.
  • Antenne(n): Oft bringt auch schon das Verändern der Einstellung der Antenne(n) eine deutliche Verbesserung (einfach verschiedene Stellungen der Antenne(n)) ausprobieren. Auch daran denken, die Position der Antenne des Empfangsgerätes zu verbessern. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines WLAN-USB-Sticks zusammen mit einem USB-Verlängerungskabel, durch welches sich der Stick besser ausrichten lässt.
    Eine weitere Möglichkeit besteht bei vielen Routern darin, eine Rundstrahl-Antenne mit Gewinn anstelle der originalen Antenne am Router zu installieren. Auch der Einsatz einer Richtantenne kann (wenn das Senden/Empfangen in eine bestimmte Richtung z. B. Garten verbessert werden soll) in Betracht gezogen werden. Eine günstige Möglichkeit ist dabei der Selbstbau der Null-Euro-Antenne.
  • Sicherheit des eigenen WLAN: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 15.05.2010 entschieden, dass der Betreiber eines privaten WLAN-Netzes dieses vor unberechtigten Zugriffen Dritter durch eine angemessene Verschlüsselung und ein sicheres Passwort sichern muß. Um die hier geforderte Sicherheit zu erreichen, gilt es einige Punkt zu beachten:
  1. Das erste Einrichten des Routers sollte unbedingt über eine Verbindung via Kabel geschehen. Sollte diese Installation über eine ungesicherte WLAN-Verbindung geschehen, könnten alle Daten mitgelesen werden. Auch die Zugangsdaten des Providers und natürlich das  Passwort. Für jemanden der diese Daten besitzt, ist es natürlich kein Problem sich nach der Fertigstellung der Konfiguration am Router wieder anzumelden. D.h. der ganze Aufwand wäre umsonst gewesen.
  2. Admin-Passwort am Router setzten! Auf keinen Fall das gleiche nehmen wie das später noch zu vergebende Passwort für die Verschlüsselung. Das Admin-Passwort sollte auch nur dem Admin bekannt sein. Auch wenn man anderen Benutzern des Netzwerkes noch so sehr vertraut!
  3. Immer dafür Sorge tragen, dass die neueste Firmeware auf dem Router installiert ist.
  4. Als Verschlüsselungsmethode sollte WPA2-AES gewählt werden. Sollte der Router dies nicht unterstüzten, kann auch WPA-AES gewählt werden. Sollte das Gerät jedoch nur WEP unterstützen, dann ist es Zeit für die Ablage Elektroschrott. Natürlich müssen auch die Computer, welche auf das WLAN zugreifen sollen, diese Versschlüsselung unterstützen. Ist dies nicht der Fall, keinesfalls das Verschlüsselunsverfahren „verschlechtern“ sondern alternativ einen USB-Stick kaufen und diesen einsetzen.
  5. Ein sicheres Passwort für die WPA(2)-Verschlüsselung wählen. Dabei kannst du ruhig kreativ sein. Das Passwort sollte mindestens 16 Zeichen lang sein. Auf Sonderzeichen sollte hier ausnahmsweise verzichtet werden, da diese bei der Eingabe über das Webfrontend des Browsers zu Problemen führen können. Benutze Groß- und Kleinschreibung. Keine Wörter aus einem Wörterbuch benutzen. Baue Schreibfehler ein. Auf keinen Fall die Werkseinstellungen des Passwortes sowie die SSID übernehmen.
  6. Fernwartungsfunktionen deaktivieren wenn diese nicht benötigt werden.
  7. Konfiguration via UPnP-Protokoll ausschalten, wenn nicht benötigt.
  8. Ein Tipp zur SSID (Name des WLAN-Netzes). Oft wird empfohlen, die SSID zu verstecken. Das macht jedoch keinen Sinn, da diese mit einem „Snifer“ problemlos ausgelesen werden kann. Kann doch jeder den Namen des Netzwerkes kennen, wenn die o.g. Tipps alle umgesetzt sind ist das WLAN ausreichend geschützt. Auf jeden Fall aber nicht die von Werk eingestellte SSID verwenden. Überlagern sich mehrer Netze mit dem gleichen Namen (Werkseinstellung meist die Typenbezeichnung des Routers) kann man sein eigenes nicht mehr identifizieren. Der voreingestellte Name weist ausserdem auf den verwendeten Router hin. Sollte es in der Firmware eines bestimmten Routertypes mal eine Schwachstelle geben, so lässt sich schon am Name des Netzes herausfinden ob dieser benutzt wird.

 

Artikel in diesem Blog mit ähnlichem Inhalt:

Artikel verfasst von:

Hallo, ich bin Heiko aka Quack. Eine Liste meiner in diesem Blog veröffentlichten Artikel findest du hier. Du findest mich auch bei folgenden Social Media: Twitter, Facebook und Google+.

Ein Kommentar

  1. Was auch nie verkehrt ist, ist das Durchprobieren der einzelnen Funkkanäle. Am besten auf beiden Seiten (sprich Router und PC/laptop/netbook/usw) den gleichen Kanal fest einstellen. Bei einem W-Lan Netz mit n-Standard sollte man das 5GHz Band nutzen da es einen besseren Durchsatz erlaubt. Bei Mischbetrieb unbedingt das n-Netz vom b/g Netz trennen (2,8 GHz und 5 GHz).

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.